09. bis 12. 08. 2018 - Neckargemünd
Das CampOut 2018 führt uns ins liebliche Neckartal. Der Campingplatz an der Friedensbrücke liegt direkt am Flussufer unweit der Altstadt. Die Region im Umfeld von Heidelberg ist touristisch außerordentlich attraktiv. In der Mitte des Campingplatzes nutzen wir einen Bereich, wo wir unsere Wohnmobile und Wohnwagen frei stellen können. Dort bauen wir auch unser großes Gemeinschaftszelt auf, das in diesem Jahr noch durch einige Pavillons erweitert werden muss, damit alle Teilnehmer Platz finden.
Der Donnerstag ist der offizielle Anreisetag, aber viele Mitglieder sind bereits einige Tage vorher vor Ort, so dass wir an diesem Tag im Vorprogramm eine Schiffahrt zum benachbarten Neckarsteinach machen können. Die Fahrt führt uns durch das herrliche, gewundene Flusstal, und bald tauchen die vier Burgen der Stadt, die Vorder-, Mittel- und Hinterburg sowie die Burg Schadeck, vor uns auf. Eine Stadtführerin erklärt uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie z. B. den GeoPark, das Haus “Ambtman” und die evangelische Kirche. Auch an diesem Tag haben wir - wie schon den ganzen Sommer hindurch - strahlenden Sonnenschein und enorme Hitze. Trotzdem machen wir uns nach der Besichtigung auf, den Berg der Hinterburg zu besteigen, wo wir auch tanzen wollen. Der mobile Verstärker unseres Callers hat zwar Rollen, aber es ist dennoch bei diesem Wetter eine harte Aufgabe, ihn dort hinauf zu schaffen. Einige Hartgesottene tanzen auch tatsächlich auf einem ebenen Plätzchen in praller Sonne direkt vor der Burg, die anderen beschränken sich auf das Besteigen des Turms, von wo es eine herrliche Aussicht gibt.
Auf dem Rückweg zur Schiffsanlegestelle kommt urplötzlich ein Gewitter mit scharfem Wind und heftigem Regen auf. Wir suchen zunächst Schutz in einem Restaurant und gehen dann schnell wieder an Bord des Schiffes. Zurück in Neckargemünd ist das Unwetter vorbei, aber auf dem Campingplatz packt uns das Entsetzen. Eine plötzliche Windhose hat inzwischen das große Rollins-Gemeinschaftszelt und die Pavillons total zerstört. Auch an einigen Wohnmobilen sind Schäden entstanden. Es bleibt uns nur noch, die Trümmer einzusammeln und zunächst zu verpacken. Es besteht die Hoffnung, dass vielleicht noch etwas zu reparieren oder nachzukaufen ist. Wochen später wird sich diese Hoffnung auch erfüllen.
Am Freitag machen wir einen Ausflug mit der Bahn ins nahegelegene Heidelberg. Dort fahren wir mit der Bergbahn zum Schloss, dem weltberühmten Wahrzeichen der Stadt. Den Bekanntheitsgrad erkennt man sofort an dem Publikum, das in Scharen zur Besichtigung hergekommen ist. Die Menschen stammen aus aller Herren Länder, besonders aus Asien. Auch wir machen eine geführte Besichtigung und staunen über die Dimensionen des Baus, der seit langer Zeit eine Ruine ist. Wir hören eine Menge über die ausschweifenden Trinkgelage der Fürsten, wofür man eigens einen dicken Wein-Schlauch aus einem der riesigen Fässer, die damals im Schloss gebaut wurden, in den Festsaal verlegt hatte. Legendär war die Trinkfestigkeit des Hofzwergs Perkeo, dessen Holzfigur das größte Fass bewacht. Es fasst rund 200 000 l. Man kann es über eine Holztreppe besteigen und gelangt dort zu einem Tanzboden, den wir natürlich für einen spontanen Squaredance nutzten.
Am Abend haben wir unseren Clubtanz in der Turnhalle der Bannwaldschule in Neckargemünd. Er ist wieder einmal sehr gut besucht. Die Gäste und wir werden mit Hilfe eines Catering-Service mit Getränken und Speisen versorgt.
Das CampOut geht am Samstag Abend mit unserem traditionellen Grillabend auf dem Campingplatz zuende - diesmal allerdings mangels Gemeinschaftszelt unter freiem Himmel, was aber zum Glück wegen des südländischen Klimas kein Problem ist.
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